Der Film

Blick auf Wickis Jahrhundert Erste Jahre Der Künstler Der Schauspieler Der Regisseur “und eine Art von Poesie”

Auszeichnungen

Fotoüberblick

Aussagen über Wicki Dürrenmatt über den Fotografen Wicki Maximilian Schell Michael Mendl Klaus Maria Brandauer

Dossier

Bernhard Wicki Gedächtnisfonds

Elisabeth Wicki-Endriss - Buch & Regie Kamera & Schnitt Cast & Crew Danksagung Kinowelt Impressum Links

Home

DOSSIER
Dank der Förderung des FilmFernsehFonds Bayern ist es mir nun nach mehrjähriger Entwicklungsphase möglich, das in der endgültigen Fassung vorliegende Drehbuch von
 

Verstörung – und eine Art von Poesie
Die Filmlegende Bernhard Wicki


zusammen mit dem Bayerischen Fernsehen zu verwirklichen.

Es ist eine Filmerzählung über das außerordentliche Leben des Filmemachers Bernhard Wicki im Kontext mit der Zeitgeschichte. Es ist eine Zeitreise durch das letzte Jahrhundert mit seinen Ereignissen und Schrecknissen, die Wicki geprägt haben zu einem unbeirrbaren Filmemacher, der Film und Zeitgeschichte geschrieben hat.

Bernhard Wicki erzählt die Erinnerungsstücke von Triumph und Niederlage selbst, die aus diversen TV-Portraits und aus vielen Stunden von Audio-Aufzeichnungen der letzten Jahre seines Lebens zusammengestellt sind. Er macht sich zum Zeugen seines erlebten Jahrhunderts und steht im Dialog mit dem Erzähler, seinem Freund Maximilian Schell. Wickis Lebensbericht wird durch den „Zitator Bernhard", Michael Mendl, ergänzt, der sich auf „Spurensuche" begibt – eine Spurensuche nach dem Menschen Bernhard Wicki, wahrhaftig, widersprüchlich, im letzten rätselhaft. Sensibel und unbequem, zuweilen mit geballter Faust und verwurzelt in seiner Liebe zum „Bilder machen" und zu Poesie. Die frühen Gedichte Bernhard Wickis werden von Klaus Maria Brandauer „in Freundschaft und Verbundenheit zu Bernie" gelesen.

Auf ihrem Weg zu Bernhards Grab durch den Nymphenburger Park erinnert sich schließlich Elisabeth Wicki-Endriss an 23 gewaltige Jahre Gemeinsamkeit.

Bernhard Wicki führt uns zusammen mit dem Erzähler und den Zitatoren an Originalschauplätze (Bildgestaltung Franz Rath), die im Wechsel mit umfassendem Archiv- und Ausschnittmaterial eine komplexe Erzählstruktur ergeben. Er beschreibt die Wurzeln der Jugend, die Prägungen durch die Zeit im KZ Sachsenhausen „außerhalb jeglicher Vorstellung", den „Paukenschlag" durch seinen ersten Spielfilm „Die Brücke", gefeiert in der ganzen Welt, den Ruf nach Hollywood, den Donnerschlag und die Überwindung einer Krebskrankheit, die Rebellion gegen sich selbst und den unerbittlichen jahrelangen Kampf um seinen Spielfilm „Das Spinnennetz", der sein letzter sein wird. Schließlich die Beharrlichkeit um seine beiden Frauen Agnes und Elisabeth, ein elementarer Aspekt seines Weges. Am Ende eines Lebens der Extreme steht in einer Zeit der großen Krankheit ein Mensch voller Klarheit und Würde, der maskenlos bittere Bilanz zieht.

Die Kraft der Bilder aus Wickis Regie-Filmen, seine Aura und seine Eindringlichkeit als Filmschauspieler sind die Basis für diese Kinogeschichte.

In einer immer unübersichtlicher werdenden Welt, voller Vorurteile, voller Eskalation von Gewalt und Terror, wo Kriege und Menschenverachtung wieder an der Tagesordnung sind, sind wir angehalten zum „wach sein" zu mahnen. Dass Bernhard Wicki das als „Daueraussage" getan hat, bezeugen seine Filme. Sie sind sein künstlerisches und humanitäres Vermächtnis – der unerbittliche Kampf für den in seiner Würde und Rechten bedrohten Menschen.

Für sein Engagement für Frieden und Völkerverständigung wurde er von den Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Dossier zum Download als pdf
Bernhard Wicki und Elisabeth Wicki-Endriss
   
 nach oben