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BERNHARD WICKI

Erste Jahre

Am 28. Oktober 1919 wird Bernhard Wicki als Sohn eines Schweizers und somit als Schweizer Staatsbürger, und einer Österreicherin in St. Pölten (Österreich) geboren. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Oberösterreich übersiedelt die Familie nach Köthen in Sachsen-Anhalt. In Dessau wird er Mitglied der Jugendmalklasse des Bauhauses und eines bündischen Jugendverbandes, der DJ1/11, der einer kommunistischen Jugendorganisation eingegliedert wird. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen, schickt der Vater ihn zurück nach Österreich. Es folgt eine Odyssee von Internat zu Internat. In Gmunden auf Schloss Cumberland wird ihm von einem Lehrer Poesie nahe gebracht – eine entscheidende Begegnung mit Rilke, Hölderlin und Trakl, die seine lebenslange Liebe zu Poesie wecken.

Nachdem er sich bereits an der Universität Breslau für Deutsch, Geschichte und Kunstgeschichte eingeschrieben hatte, studiert Bernhard Wicki an der Staatlichen Schauspielschule Berlin unter Gustaf Gründgens. Am 9. November 1938 wird er von der Gestapo verhaftet, als bekannt wurde, dass Bernhard Wicki Mitglied einer kommunistischen Vereinigung war. Als politischer Häftling Nr. 1780 wird er in das KZ Sachsenhausen gebracht. Im Mai 1939 wird er entlassen und geht nach Wien, um am dortigen Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und Regie zu studieren. Als er am Schönbrunner Schlossparktheater den Urfaust spielt, ist er „mit Haut und Haaren diesem Beruf verfallen".

  Sachsenhausen

Ich habe so schreckliche Dinge in diesem Scheiß-KZ erlebt, und wollte eigentlich zu dem stehen, was durch dieses Jahr KZ, oder dieses halbe, was das für mich bedeutet hat und was mich das gelehrt hat. Das war eigentlich der entscheidende Einschnitt, das entscheidende Erlebnis überhaupt in meinem Leben, das mich sicher von da an in meinen ganzen Ansichten geprägt hat. Das war etwas, was eigentlich durch mein Leben eine Konstante war, und ich bin sehr glücklich im Nachhinein, dass mir das passiert ist. Ich bin nie in die Versuchung gekommen, von den Verführungen der damaligen Zeit tangiert zu werden.


Bernhard Wicki

 

Erste Jahre Sachsenhausen

Sachsenhausen

 

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