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BERNHARD WICKI

Dahinter steckt ein ganz sensibler, ungeheuer aufmerksamer Beobachter. Für meinen Begriff der beste Schauspielerregisseur, den ich kenne. Das berühmte „Fliegen lassen“ – Wicki kann fliegen lassen.
 
Armin Mueller-Stahl
 

  In der Geschichte der Menschheit haben viele Leute ihr Leben für ihr Land gegeben – und ich bin nicht in der Position, sie zu verurteilen. Mich interessieren eher die Situationen, in denen sich die Leute wiederfinden und wie sie damit umgehen. Ähnlich, wie in Die Brücke von Bernhard Wicki (…) sind die Leute auch in Gangs of New York Gefangene einer Situation.
 
Martin Scorsese
Interview 2003 in der Münchner Abendzeitung.

 

 


Gleich zu Anfang hat Wicki „Die Brücke“ gedreht und nahm somit Platz in der Filmgeschichte. Er war kein Mann der Manifeste und Debatten, er passte in keine Gruppe, eher war er ein Einzelgänger, der weithin sichtbar, dem deutschen Kino Reputation verschaffte. Der Stil, wie es hieß, ist der Mensch. (…) Bernhard Wicki lebte mit unruhigem Herzen in der Welt, wie sie ist und nicht bleiben sollte. Wenn Wicki Filme drehte, war er besessen, eigensinnig und rücksichtslos, gelegentlich ruinierte er sich und andere. So ist er zu Anekdoten gekommen und zu Ehren. An alten Männern ist kein Mangel, aber immer mal wieder gibt es einen großen alten Mann.
Bernhard Wicki ist am 5. Januar dieses Jahres achtzigjährig in München gestorben.
 
Wolfgang Kohlhaase
für Bernhard Wicki in der Akademie der Künste in Berlin am
7. Oktober 2000

Sein erster eigener Kinofilm ist 1959/60 rund um die Welt gefeiert worden wie kein anderer in den beiden Jahrzehnten davor und danach. (…) Wickis Werk in all seinen Abbrüchen, (…) auch in seinem aggressiven Verhältnis zur deutschen Wirklichkeit und in seiner Sentimentalität hat etwas Großartiges, das ihm seine Sonderstellung in der Schar der Filmemacher dieser Jahrzehnte gibt. Er ist der große Überlebende. Wie hat er für seine Sachen gekämpft! Eine lange Liste gescheiteter Projekte gehört mit zu seinem Werk, auch davon erzählen die Leidenszüge auf seinem Gesicht, und sein Blick sagt noch immer:
Mit der Welt, wie sie ist, versöhnt man sich nicht.
 
Urs Jenny „Der Krieg ist aus, Bernhard Wicki und Die Brücke:
Triumph und Ende des Fünfziger-Jahre-Kinos“,
Sonderausgabe Der Spiegel 1947–1997
 
Bernhard Wicki war mit seinem Film Die Brücke der tatsächliche Anfang des neuen deutschen Films, ehe es überhaupt die Oberhausener Gruppe gab. Mit seinem letzten Film Das Spinnennetz hat Wicki gezeigt, dass er der Meister dieser frühen Jahre geblieben ist. Von der Oberhausener Bewegung im deutschen Film hat er wohl eher wenig gehalten. Das hängt mit seiner Art zusammen, sich auszudrücken. Ihm war vermutlich die Ausdrucksweise der Oberhausener zu ruppig und zu egozentrisch. So saß Bernhard Wicki zwischen seinen Filmen gelegentlich einsam da. (…) Wenn Wicki und ich einander sehen, gehen wir aufeinander zu, umarmen und küssen uns. Ein längeres Gespräch wird daraus nicht.
Ich habe großen Respekt vor diesem Meister.
 
Alexander Kluge „Respekt vor dem Meister”
veröffentlicht in „Sanftmut und Gewalt. Der Regisseur und Schauspieler Bernhard Wicki“ von Robert Fischer.
Zitadelle

bei Dreharbeiten Die Brücke

 

Bernhard Wicki mit Wolfgang Kohlhaase

 
Zitadelle bei Dreharbeiten Die Brücke  

Bernhard Wicki mit Wolfgang Kohlhaase

 

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